Analoges Münster im Draußen!

Liebe Leute… beim letzten Treffen hatte ich es kurz angesprochen und hier kommen mal alle Infos bzw. ein aktueller Stand zu der Geschichte.

Das Straßenmagazin Draußen!, für das ich gelegentlich ehrenamtlich tätig bin, schlägt vor uns monatlich eine Seite im Magazin zur Verfügung zu stellen. Gedacht hatten wir jetzt in einer Besprechung, dass wir damit zum neuen Jahr starten und das ab da mal für ein Jahr ausprobieren. Es soll also so ablaufen, dass alle die hier aktiv sind, wenn sie Lust haben, ein Foto und ein paar erklärende Zeilen Text (oder auch nicht) einreichen können. Das wird dann auf einer Seite, die uns speziell gewidmet wird, abgedruckt. Dazu wäre vielleicht auch das Logo/der Schriftzug schön (Friedel?). Da soll es dann wirklich immer um Münster-spezifisches gehen und ansonsten aber keinerlei Auflagen geben. Veröffentlicht wird, was gefällt… also Euch und der Redaktion. Natürlich fällt das auch unter die Kategorie Ehrenamt und es wird keinerlei Vergütung geben, ich finde es dennoch schön, mal was Gedrucktes in Händen zu halten. Generell geht es jetzt erstmal darum, Eure Meinung dazu zu hören, sofern das noch nicht geschehen ist.

Das Jupiter-12

ist eine Kopie des Carl Zeiss Biogon 35mm/2.8 und wurde von 1947 bis in die 90er von KMZ, ab den frühen 60er von LZOS produziert. Das Jupiter-12 gibt es mit M39/LTM Gewinde und Kiev 4/Contax-Bajonett.

Sechs sphärische Linsen in vier Gruppen.
Die Blende läßt sich stufenlos von 2,8 bis 22 einstellen. Das ist allerdings etwas fummelig, da der Blendenring sich vorne, leicht versenkt, im Objektiv befindet.
Auf der Schnittzeichnung befindet sich die Rücklinse auf der rechten Seite.

Bei offener Blende wird es in den Ecken und den Rändern dunkel und sehr unscharf. Das Koma ist sehr ausgeprägt. Technisch betrachtet ist diese Schrebe Schrott.
Nein, wie sagte Thomas W. über ein anderes UDSSR-Glas, es hat Charakter. Und diese Glas hat davon sehr viel.

Ab f5,6/f8,0 sind die Fehler fast nicht mehr vorhanden.

Bei offener Blende rendert das Jupiter-12, meiner Meinung nach, die Unschärfe sehr angenehm und lebendig.

Durch die außergewöhnliche Bauart ragt das Objektiv sehr tief in die Kamera. Bei Zorkis und FEDs sollte das kein Problem sein. Bei den Bessa R und L stößt das Jupiter-12 an. An Nikon Z läßt es sich problemlos adaptieren.

Um 100€s sind eine Ansage. Wer Perfektion erwartet, sollte diesen Schrott nicht kaufen.
Wer allerdings Spass an den Fehlern hat und diese zu nutzen weiss, bekommt ein sehr spannendes Objektiv, mit einer Menge Charakter. An einer 24 Megapixel Knipse ist es der Hammer.

Wien 2021, Karl Marx-Hof

Bis auf die zwei ersten (3.5/100),
Mamiya-Sekor 1:6.3 50mm @f11,
Kodak Tri-X,
Mamiya Universal

Mit der Schärfe des Sekor 1:6.3/50 bin ich nicht zufrieden. Vielleicht ist mein Exemplar nicht perfekt. Oder ich nutzte die hyperfokale Entfernungseinstellung falsch.
Ich hätte eh gerne die original Front- und Rückdeckel und die passende Streulichtblende. Vielleicht kaufe ich ein zweites Exemplar …

Die Tri-Xse ließ ich, in D-76, bei
Schwarzweiß Fotolabor – Atelier für analoges Handwerk
Erkrather Straße 292,
40231 Düsseldorf
entwickeln.

Passt. 6,50€ je Film. Auf einem Film gibt es zwei Trocknungsflecken. Auf dem ersten einen Kratzer. Der könnte auch von einem schmutzigen Magazin stammen.
Besser könnte ich es selbst nicht machen.

Hätte ich gewust, das es in Wien Gemeindebauten gibt, die Mieten deutlich unter denen in Münster sind, es hätte sein können, das ich nicht mehr im schönsten Dorf der Welt wäre.

Zu höchsten Höhen…

Es liegt schon eine Weile zurück, dass die Rolleicord im Einsatz war. Mit freundlicher Unterstützung Friedels kam sie in den Genuss ihres ersten Rollei-Filmes (Diamaterial). Und… ich habe Münster verlassen. Österreich zu durchreisen, war schon lange in meinem Kopf und die Rolleicord hat mich eigentlich fast auf allen Reisen der letzten 10 Jahre begleitet. In diesem Text soll auch erwähnt sein, dass es mir angesichts solcher Berge, solcher Natur sehr schwer gefallen ist, dass 6×6 Format einzusetzen. Plötzlich dachte ich, ich bin dieser Gewaltigkeit nicht gewachsen. Der*die eine oder andere kennt das vielleicht… wenn er*sie denkt, das wird sowieso nichts, ich kann die Stimmung nicht einfangen. Nun ja, hier doch ein paar Eindrücke von einer Wanderung um den Lünersee und der Überquerung des Großglockner Passes:

Einladung zum nächsten Münster analog Sommertreffen

Nachdem wir unser letztes Treffen wegen einsetzenden Regens kurzfristig ins Spooky’s verlegt hatten, waren wir uns einig, dass sich die Räumlichkeiten ganz gut für unsere Treffen eignen.

Und das nächste sollte noch in diesem Sommer stattfinden. Also macht die Häkchen in die richtige Kästchen. Ich freu mich auf ein Wiedersehen. 

https://terminplaner4.dfn.de/BtR2SyrZFERmezLB

Bis dahin alles Gute

Friedel

Ein paar Bilder vom Treffen.
Dieses mal lag nicht so viel alter Krempel auf dem Tisch, wie beim letzten mal.
Trotzdem, die Belichtungsscheibe war das Highlight:

„Silbersalz“

… nachdem meine Frau und ich euch im letzten Oktober erstmalig im Stadtmuseum (Gunda Scheel) getroffen haben, sprachen wir anschließend im Café über die neu erschienenen Filme von Silbersalz. Einführungspreis seinerzeit 39€ incl. Entwicklung und Scan (Preview/ Full/ RAW) für vier 36er KB-Filme. Momentan kostet das Packet 69€. Leider hat es seinerzeit bei Thomas mit der Bestellung nicht so funktioniert. Ich habe im letzten Urlaub zwei Filme (250D) belichtet und stelle einige Aufnahmen ein , damit man sich ein grobes Bild machen kann. Die Scans sind sehr flau und müssen zunächst bearbeitet werden. Ich habe allerdings lediglich im Bereich der Grundeinstellungen gearbeitet – keinerlei sequenzielle Bearbeitung – Originalausschnitt. Infos zum Thema Silbersalz findet ihr auch hinreichend im Internet.

Aus der Botanik

Weil der Botanische Garten einer meiner Lieblingsplätze in Münster ist. Kamera: Pentacon Six. Objektiv: Aus Jena 80mm 2.8 und ab und zu mit Zwischenring. Dazu ein alter Fomapan 100 entwickelt eine Stunde in Rodinal 1+100.