Ai Nikkor 35mm 1:2

Dieses manuell Fokus Objektiv wurde, optisch unverändert, von 1965 bis 2005 gebaut! Seit 1973 ist die Vergütung Mehrschichtig (multicoating) ausgeführt.
Acht sphärische Linsen in sechs Gruppen. Die kleinste Blende ist 22. Ca. 280g Gewicht. 52mm Filtergewinde.

Optische Eigenschaften

Die Schärfe ist über das gesamt Bildfeld gut bis befriedigend. Der Schärfeabfall in den Ecken ist gering. Das Ai Nikkor 35mm 1:2 ist schon bei voller Blendenöffnung ohne Einschränkungen zu verwenden.
Moderne 35er sind schärfer. Ob das Ai Nikkor 35mm 1:2 für eine 50 Megapixel Kamera zu empfehlen ist, wage ich zu bezweifeln.

Die Verzerrung ist, in der Praxis nicht oder kaum sichtbar.

Es sind Farbränder an Lichtkanten vorhanden. Allerdings, meiner Meinung nach, in so geringem Maß, das sie weder an einer Film, noch an einer digitalen Kamera stören. Und sollten sie doch stören, sie lassen sich im Lightroom einfach mindern.

Die bei manuell Fokus Nikon-Weitwinkel verbreiteten Überstrahlungen in den Bildecken/Rändern sind nur minimal, meist nicht vorhanden.

Im Gegenlicht kann das Ai Nikkor 35mm 1:2 zu Überstrahlungen und Reflexionen neigen.

Der Bokeh ist ein Traum.

Mechanik und Haptik

Es ist ein Ai[-S] Nikkor: Der Fokus läuft sanft und satt. Die Blendenstufen (ganze Stufen) rasten satt ein, auch nach mehreren Jahrzehnten Gebrauch.
Kein Plastik. Nur Metal, Glas und Gummi.

Fazit

Für mich und viele andere sind 35mm, an einer Kleinbildkamera, die eigentliche Normalbrennweite.
An meinen Film-Nikons und meiner D700 (12MP), ist das Ai Nikkor 35mm 1:2 zu meinem immer drauf Glas geworden.
Ich kann es nicht erklären, aber dieses Glas erzeugt, in der Unschärfe, eine Tiefe, eine Plastizität, wie ich sie noch bei keinem Objektiv gesehen habe.
Ich bin so sehr in dieses Glas verschossen, das ich seit einer Weile schaue, ob mir eine Ai-S-Version, für kleines Geld zufliegt. Die würde ich fachgerecht lagern, bis meine Ai-Version nicht mehr funktioniert.

Schreibe einen Kommentar