Tag des offenen Denkmals mit der Canonet QL 17

Die Fotos sind schon etwas älter und sind am „Tag des offenen Denkmals“ am 08.09.2021 in Münster entstanden.
Die ersten Fotos zeigen den Spiegelsaal im Erbdrostenhof, danach dann die Dominikanerkirche direkt nach der aufwändigen Renovierung. Inzwischen ist hier auch das Pendel von G. Richter wieder aufgehängt. Auf dem Rückweg dann noch eine Aufnahme vom Peugeot Minifahrrad.
Alle Aufnahmen mit der Canonet QL 17 auf Agfa APX 400, entwickelt in D76.

„Türsteher Gottes“, Sonntagsspaziergang mit der AE 1

Anbei einige Fotos von einem Sonntagsspaziergang in Münster. Dabei waren meine Canon AE1 nach überstandenem „Canon-Keuchhusten“, das FD 1,4/50mm, das FD 2,8/28mm und das FD 4/70-210mm. Ja ich weiß ein Zoom, aber es funktioniert hervorragend. Geladen war die Canon mit einem Agfa APX400, der dann in D76 1+3 entwickelt wurde. Seit langer Zeit habe ich mal wieder in D76 entwickelt. Nach meiner Einschätzung ist der Entwickler für den APX400 absolut in Ordnung. Das Korn ist etwas feiner als in FX39 und viel feiner als in Rodinal. Die Schärfe ist auch OK.

Los gings am Aasee, über den Domplatz, weiter zum Aaseitenweg und dann ins Kreuzviertel.

Wir wollten eigentlich gegenüber vom Dom einen Coffee Togo holen, Da habe ich dann den maskierten „Türsteher Gottes“ gesehen. Das Foto musste ich natürlich machen! FD 4/70-210

Taube und Lambertikirche FD 4/70-210mm

Dom und LWL-Museum FD 4/70-210mm

Fischreiher am Aaseitenweg. Leider etwas unterbelichtet. Es gab 2 Möglichkeiten. Entweder verwackeln oder unterbelichten. FD 4/70-210mm

Kreuzkirche FD 2,8/28mm

Handy daddeln an der Kreuzkirche FD 1,4/50mm

Den Laden mit dem lustigen Namen gibt es leider nicht mehr. FD 2,8/28mm

NSU OSL 251 und Leica IIIf – Baujahr 1949

Aufnahme mit Elmar 5 cm.

Ich hatte letztens die Gelegenheit mit einer Leica IIIf eine NSU OSL 251 zu fotografieren. Zufällig stammen beide aus dem Jahr 1949. Es handelt sich bei dem Motorrad um ein englisches Exportmodell. Die Fußbremse und der Schalthebel sind im Vergleich zu „normalen Motorrädern“ vertauscht. Also Bremse rechts und Schalthebel links. Naja, sehr gewöhnungsbedürftig.

Objektive: Leitz Elmar 5 cm, Leitz Elmar 9 cm, Leitz Summitar 5 cm

Belichtungsmessung: Bewi Quick (Selenbelichtungsmesser ohne Batterie)

Film: Agfa APX 100

Entwickler: Kodak D76, 1+3

Scanner: Plustek Opticfilm 7200

Windschnittiges NSU-Emblem auf dem Schutzblech. Aufnahme mit dem 9 cm Elmar.
Einzylindermotor mit 239 cm³. Das war damals schon ordentlich. Auch diese Aufnahme mit dem 9 cm Elmar.
Kickstarter, Fußraste und Fußbremse.
Motor mit Königswelle. Hier sieht man auch die Fußbremse. Die Batterie ist übrigens ausgebaut. Im Gegensatz zur Leica braucht man nämlich eine. Aufnahme mit Summitar 5 cm.
Tacho mit max. 140 km/h ist sicherlich sehr optimistisch. Mit dem Handrad kann man übrigens die Federung des Vorderrads einstellen. Aufnahme mit Summitar 5 cm.

„Revue 400 SE 25“ Unterwegs mit kleinem Gepäck

Diese kleine Kamera besitze ich seit vielen Jahren. Als man im letzten Herbst noch innerhalb Deutschlands reisen konnte, hatte ich sie zu einer Städtetour mitgenommen. Die Entscheidung mit nur einer Kamera zu reisen hat sich im Nachhinein als absolut richtig erwiesen. Manchmal ist eine Reduktion absolut hilfreich.

Einige Infos:

Die Revue 400 SE 25 wurde ab 1977 von Foto Quelle vertrieben. Meine ist silber und etwas seltener als die schwarze Revue. Die kleine Schwarze hieß schlicht „Revue 400 SE“. Es gibt nahezu baugleiche Kameras von Minolta, Vivitar und Konica. Ich habe seinerzeit noch eine fürchterlich hässliche Original-Bereitschaftstasche und einen noch hässlicheren Gurt erhalten. Wie bei allen alten Schätzchen brauchte die Kleine noch etwas Zuwendung. So wurden die Lichtdichtungen erneuert und auch das wackelnde Objektiv wurde wieder fixiert. Ebenso wurde der Sucher vorsichtig gereinigt.

Es handelt sich um eine Messsucherkamera mit Zentralverschluss. Die Zeiten reichen von 1/8 bis 1/500 Sekunde. Man wählt am Objektiv die Belichtungszeit und die Blende wird automatisch ermittelt und rechts im Sucher angezeigt. Der Sucher ist ebenso wie die Kamera relativ klein. Der Messfleck des Entfernungsmessers ist jedoch gut sichtbar.

Einen Ein-, Aus-Schalter gibt es nicht. Über den Objektivdeckel „schaltet“ man den Belichtungsmesser und die Kamera ein und aus. Wenn man vergisst den Deckel wieder aufzusetzen entlädt sich die Batterie.

Das Highlight der Kamera ist das 40 mm Objektiv mit einer maximalen Blende von 1,7!

Im Internet wird behauptet, dass es von Leitz entwickelt wurde, da in der Minolta die gleiche Optik verbaut ist. Ob es stimmt weiß ich nicht. Ich kann jedoch bestätigen, dass es sehr sehr scharf und kontrastreich ist. Gegenlicht mag es allerdings nicht. Durch die 5 Blendenlamellen ist das heute so wichtige Bokeh leider auch nicht optimal. Aber sonst gibts nix zu meckern.

Zusammenfassung:

  • Blendenautomatik
  • 40mm f1:1,7 Objektiv
  • kleinste Blende F16
  • Gewicht ca. 470g
  • Verschlusszeiten 1/8 bis 1/500 Sek. und B
  • Naheinstellung ab 0,9m
  • Mischbildentfernungsmesser
  • Leuchtrahmen mit Markierung
  • CDS Belichtungsmessung, Ein-, Ausschaltung über den Objektivdeckel
  • Batterie SR44
  • ASA 25 bis 800
  • Zentralverschluss
  • Messwertspeicher (Auslöser gedrückt halten)

Als Fazit kann man festhalten, dass die kleine Revue eine absolut brauchbare Kamera ist, deren Ergebnisse sich nicht vor teureren Kameras verstecken muss. Die Gebrauchtpreise liegen inzwischen auf recht hohem Niveau. So werden heute tlw. 100,00 bis 200,00 € für funktionierende Kameras verlangt. Die baugleichen Minoltas und Konicas sind nochmals teurer.

Einige Beispielfotos aus Wiesbaden und von der Keith Haring Ausstellung in Essen. Wie immer in schwarz-weiß auf Agfa APX100 und APX400 entwickelt in ADOX FX39 und gescannt mit Plustek 7200.

Red Dog for Landois

Kiev 88, 2,8 80mm auf Fuji G100
Aufnahme ca. 1988

Metallskulptur von Keith Haring für die Skulptur Projekte 1987.
Als Standort wählte Haring das ehemalige Zoogelände, der im 19. Jahrhundert von dem im Titel genannten Hermann Landois gegründet wurde und Mitte der 1970er einem Bankgebäude weichen musste. Die Figur könnte lt. Haring verstanden werden als „Geist der Tiere des alten Zoos und der Geist von Landois selbst, die sich aus dem Boden erheben, um aus Protest das neue Gebäude anzubellen“.

Das Gebäude im Hintergrund hat er damit natürlich nicht gemeint!

Die Skulptur wurde leider abgebaut.

Holunderblütensirup

Nikon FM2
Nikkor 1,4 50mm
1/125 Sek., f4 (ca. 1 Blende überbelichtet)
Ilford FP4+ bei ISO125
entwickelt in Adox fx 39

Bei Interesse könnte ich auch noch das Rezept für den Sirup bekannt geben.
Wie man Entwickler, Stoppbad und Fixierer ansetzt wisst ihr ja.

`habe zum ersten Mal Adox fx 39 „angerührt“ und bin vom Resultat positiv überrascht.