Jupiter 11 f4 135 mm an einer Messsucherkamera. Geht das??

Ich habe quasi als Beifang zu einer hervorragend funktionierenden Zorki 4 ein Jupiter 11 mit 135 mm Brennweite geschossen.

135 an einem Messsucher is doch Schwachsinn! Aber ausprobieren musste ich es trotzdem!

 

Zunächst einige Infos zum Objektiv:

  • Es handelt sich um einen vereinfachten Sonnar-Typ mit 4 Linsen.
  • Gebaut wurde das Teil von 1950 bis 1971.
  • Die Lichtstärke beträgt 1:4, also nicht der Wahnsinn, aber zur Freistellung von Objekten müsste es reichen.
  • Der Korpus ist aus Alu. Meiner ist nicht mehr ganz blank und etwas angelaufen.
  • Der Schneckengang ist seeeehr lang und man kann von 2,50 m bis unendlich fokussieren. Also nix für Sportfotos. Erstaunlicherweise kann man an einer Zorki 4 sehr exakt scharfstellen. An einer Fed 2 klappt es sogar noch besser, weil die Messbasis erheblich breiter ist. Nach meiner Einschätzung kann man jedoch mit einer Spiegelreflex und 135 mm erheblich bequemer und sicherer arbeiten. Aber mit etwas Übung ist es absolut OK. In den 50er Jahren gab es eben noch keine Spiegelreflex und erst recht keinen Autofokus.
  • Um den Ausschnitt festzulegen braucht man natürlich einen zusätzlichen Sucheraufsatz.

Um noch einmal auf die Anfangsfrage zurückzukommen:

Ja man kann mit dieser Linse an einer Messucherkamera scharfe Fotos schießen. Am besten jedoch von statischen Motiven.

Anbei einige Beispiele:

Alle Aufnahmen wurden mit einer Zorki 4 und natürlich dem Jupiter 11 aufgenommen. Film war ein Agfa APX100 entwickelt in Rodinal 1/25. Die Aufnahmen sind bei F5,6 und 1/250 Sek. entstanden.

 

 

 

Altmetall Teil 2

Hier nun also die Bilder von der Nikon, die mich noch nie im Stich gelassen hat. Also Altmetall, das funktioniert.
Anbei noch Infos zum Museum: www.eisenbahnmuseum-bochum.de

 

Alle Aufnahmen mit:
Nikon FM2n
Nikkor 1,4 50mm
Nikon 2,8 28mm Serie E
Nikkor 2,0 85mm
auf Kodak Tmax 400
entwickelt in Rodinal

Altmetall Teil 1

Im Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen gibt es sehr viel Altmetall zu bestaunen. Was liegt also näher, als mit dem eigenen Altmetall hinzufahren, mit der Rolleicord V und mit der Nikon FM2. Doch leider hat Altmetall so seine Tücken. Der Filmtransport der Rollei wollte nicht so wie ich. Von den erhofften 24 Fotos (2 Rollfilme) sind nur 9 Fotos zu gebrauchen.
Hier also der 1. Teil von der Rolleicord V auf Ilford HP5+, entwickelt in Rodinal.
Im 2. Teil dann die Fotos von der Nikon, die immer funktioniert!

Im Eisenbahnmuseum ist nicht alles perfekt, doch es bietet uns „Analogis“ unendlich viele Motive. Ein Besuch lohnt auf jeden Fall.

Square Depression

Skulptur Projekte 2007

Manchmal besuchen wir noch Kunstwerke aus den den vergangen „Skulptur Projekten“. Es ist interessant, was aus den Objekten so geworden ist.

Außerdem kann man auch noch ein paar Fotos schießen.
Bei der „Square Despression“ handelt es sich um ein Kunstwerk aus dem Jahr 2007. Es ist eine begehbare negative Pyramide (im Sauerland und in Ägypten gibt es übrigens positive Pyramiden).
Die Anlage misst beeindruckende 25x25m, hat ein Gefälle von 10% und der tiefste Punkt liegt 2,30m unter dem Geländeniveau. Der Beton war mal glatt und weiß, hat in den letzten 12 Jahren etwas gelitten, find´ ich aber nicht schlimm.

Hier noch der Link zu wikipedia:  https://de.wikipedia.org/wiki/Square_Depression

Man findet das Objekt in Münster in der Wilhelm-Klemm-Straße und ist auf jeden Fall ein Besuch wert.

Das Foto wurde geschossen mit meiner Zorki 4, dem Jupiter 8 f2,0 50mm,
auf Agfa APX400 und entwickelt in Rodinal.
Ich mag diese Film-Entwickler-Kombination weil sich ein schönes Korn bildet.

Rolleicord V

Rolleicord V aufgenommen mit einer Agfa Isolette III mit Apotar 1:4,5/85mm

Rolleicord V
aufgenommen mit einer Agfa Isolette III mit Apotar 1:4,5/85mm
auf Ilford FP4+
entwickelt in D76

Scan mit Canoscan 9000F Mark II und Silverfast

Das Foto ist entstanden am Eingang der Überwasserkirche in Münster.
Eigentlich wollte ich nur meine Agfa testen.
`habe dann zufällig gesehen dass hier ein schöner Platz für ein Kameraportrait wäre.

Es handelt sich bei meiner Isolette III um das einfachere Modell mit dem  Apotar (3 Linsen) statt dem Solinar (4 Linsen). Trotzdem ist nach meiner Einschätzung die Schärfe bei Offenblende absolut in Ordnung.

Teatime

Eine Tasse Pfefferminztee an einem verregneten Tag in Holland.

Nikon FM2n, Nikkor 1,4  50mm AiS bei Offenblende,
aufgenommen auf APX400
und entwickelt in Rodinal

Flurstücke 019

Selfie mit 2 Handyfrauen

aufgenommen mit der Yashica Electro 35 GSN, auf APX 400 und entwickelt in D76 1+1

Nach langer Zeit habe ich meine Yashica wieder aktiviert und war erstaunt über den hellen Sucher und die vollkommen problemlose Funktionsweise.

Der Agfafilm ist auch absolut OK. Leider sind die Preise in den Drogeriemärkten gestiegen, weil andere Analogfotografen das inzwischen wohl auch gemerkt haben.

Canon EF 50mm f/1,8 II „Plastic Fantastic“

Über dieses Objektiv ist schon viel geschrieben worden. Im Netz gibt es hunderte Rezensionen in denen es total verrissen wird. Ich besitze es seit ca. 20 Jahren und nutzte es erst an einer analogen EOS 5 und jetzt auch an einer digitalen EOS 5D Mark II.

Einige Kritikpunkte sind sicherlich berechtigt, müssen aber relativiert werden:

  • Der Autofokus sei langsam, ungenau und laut.

Es stimmt, dass der AF sehr laut ist, langsam ist er auch im Vergleich zu Canon USM-Linsen. Aber mit etwas Geduld ist er doch relativ zuverlässig und genau. Erst recht, wenn man nur den mittleren AF-Punkt der Kamera aktiviert. Der AF funktioniert an neueren Kameras übrigens besser als an alten analogen Schätzchen.

  • Es handele sich um eine Plastiklinse oder um einen „Joghurtbecher“.

Es stimmt, dass der gesamte Korpus aus Kunststoff gefertigt ist. Selbst der Bajonettanschluss ist aus Kunststoff. Ich habe jedoch noch nie ein Problem damit gehabt. Mein Objektiv sitzt auch nach hunderten Objektivwechseln bombenfest an der Kamera. Auch die Mechanik funktioniert noch tadellos. Außerdem ist die Linse sehr leicht, was ich als vorteilhaft empfinde.

  • Die Schärfe sei unterirdisch.

Es stimmt, dass bei Blende 1,8 die Schärfe zum Rand hin abnimmt. Ab Blende 2,8 ist sie jedoch absolut in Ordnung. Aber vielleicht bin ich ja nicht so anspruchsvoll. Nach meiner Einschätzung ist es in der Abbildungsleistung durchaus vergleichbar mit meinem Nikon Ais 1,4 50mm. Besonders schön finde ich die Abbildungsleistung bei Offenblende und Gegenlicht. Teilweise wirken die Aufnahmen „butterweich“. Wenn die Sonne dann auch noch direkt ins Objektiv scheint bilden sich schöne „Flares“.

  • Das Bokeh sei eine Katastrophe.

Es scheint so, dass der unscharfe Bereich eines Objektivs heute wichtiger ist, als der Bereich, der scharf abgebildet werden soll. Es sind auch weniger Blendenlamellen als beim Nachfolger vorhanden (6 statt 7), was dazu führt, dass unscharfe helle Punkte leicht eckig wirken. Wenn man jedoch Blende 1,8 einsetzt, werden diese sowieso rund abgebildet.

 

Ein großer Vorteil des Objektivs wird bei den meisten Kritikpunkten oft übersehen. Ich habe für die Linse seinerzeit ca. 120,00 € (neu) bezahlt. Auch die neue STM-Ausführung mit Metallbajonett kostet nicht mehr! Das Objektiv ist den allermeisten Zoomlinsen optisch klar überlegen. Gerade unter den Gesichtspunkten Lichtstärke, Gewicht und Abbildungsleistung!

Wenn man das Objektiv richtig einsetzt, kann ich eine klare Empfehlung aussprechen.

Heute würde ich mir jedoch den Nachfolger kaufen, da einige Kritikpunkte beseitigt wurden.

Die nachfolgenden Bilder sind in Münster im LWL-Museum entstanden und geben einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit der Linse wieder.

Die Aufnahmen wurden mit einer analogen EOS 5 auf Kodak TriX 400 gemacht.