Auf Wiedersehen 4tel

Nach über 8 Jahren verabschieden wir uns morgen aus dem Mauritz-West oder Mauritz-Zentrum genannten Viertel zwischen Wolbecker und Warendorfer Straße. Umgezogen sind wir vor schon vor kurzem, waren aber immer mal wieder in der alten Wohnung. Der Abschied aus dem sympathischen Viertel fällt uns nicht leicht. Die allermeisten Dinge sind fußläufig erreichbar, dank Bahnhofsnähe ist sogar der ÖPNV in Ordnung. Ein eigenes Auto braucht man nicht. Dennoch ist auch dieser Stadtteil natürlich von hinten bis vorne zugeparkt. Ich habe zum Abschied einige Runden im Viertel gedreht und ein paar Fotos mit der Minolta XD7, dem Rokkor 50mm f1.4 und einem Agfa APX 100 gemacht.

Ostern

Ich nutze den heutigen Feiertag gepaart mit krankheitsbedingter Isolation mal für eine kleine fotografische Wiederauferstehung – auch wenn das Bildmaterial schon ein drittel Jahr auf der Festplatte schlummert. Ilford HP5 Plus mit Nikon F100 und kräftiger Mehrfachbelichtung in der Herbstsonne (Allerseelen) auf dem Waldfriedhof Lauheide. Ein frohes Osterfest allerseits!

Kaputt im Quadrat

Thomas S. hat es schon vorweggenommen: die von ihm geliehene Seagull ist – beladen mit einem Ilford HP5 Plus – auch am Maikotten zum Einsatz gekommen. Natürlich war der Dreck etwas für die Möwe! Am Ende haben mir die Bilder (nicht im Einzelnen, aber in der Summe) der Nikon doch mehr zugesagt. Zudem doppeln sich doch die Motive – das hätte ich schlauer anstellen können. Daher die Reihenfolge des Uploads. Als Bonus noch einige Bilder von der nun endgültig verschwundenen Eishalle.

The Roof is on Fire

Drei Mal hat es in dem Lokal Maikotten gebrannt, das Ausflugslokal hat Besitzerwechsel und den Besuch eines Fernsehkoches ertragen. Vor etlichen Jahren war ich mal zum Kuchen, einmal auch zu einer Weihnachtsfeier dort. Lange steht die Ruine nun schon wie auf den Fotos zu sehen herum. Gefundenes Fressen für die Nikon F100 und den Kodak TX400.

Die Stille vor dem Schuss

Das Mittelformat ist zurück – auch bei mir. Dank der sehr netten Leihgabe der Seagull 4B vom guten Herrn Siemion (Seagull 4(A|B), konnte ich (trotz ausgefallener Wandertage im Sauerland) die Wälder im Umland von Münster unsicher machen. Nachdem ich im letzten Jahr während meiner Streifzüge durch die Wälder Gefallen an der Hochsitz-Serie gefunden hatte, habe ich diese nun exzessiv und im neuen Format fortgesetzt.

Die Seagull hat mir sehr gut gefallen. Nachdem ich durch die F100 ja schon etwas „automatik-gelähmt“ war, hat mich die Mittelformatkiste noch genauer hinschauen und arbeiten lassen. Um es mit Thomas zu sagen: „Dadurch das der Lichtschachtsucher ein aufrecht stehendes aber seitenverkehrtes Bild zeigt, erfordert die Komposition Abstraktionsvermögen und Zeit. Beides führt oft zu besseren Bildern. Und die Größe des Sucherbildes ist, im Vergleich zu Kleinbildkameras (Vollformat), ein Traum, der noch mehr Präzision ermöglicht.“ Verwendet habe ich einen 400TX und einen HP5 Plus. Ich verrate an dieser Stelle mal nicht, welche Fotos von welchem stammen. Der 400TX sagt meinen Vorstellungen im Ergebnis eher zu. Ich hatte es mir im Wald dunkler vorgestellt: die Filmempfindlichkeit brachte mich auch bei kürzesten Verschlusszeiten dazu, die Blende weit zu zu machen (f/8-f/16). Damit hatte ich nicht gerechnet. Die Ergebnisse gefallen mir überwiegend gut. Die Bedienung der Seagull hatte ich recht schnell drauf. Bei den ersten Fotos (nicht hochgeladen) habe ich es aber wohl geschafft, einen Finger leicht vor das Aufnahmeobjektiv zu schieben…

Querab mancher Wege durch die Wälder zu streifen und ein Gespür dafür zu entwickeln, wo ich auf weitere Hochsitze stoße, hat erneut viel Spaß gemacht. Die Nummerierung der Fotos ist grandios durcheinandergeraten – stört euch nicht dran.

Augen auf die Stadt

Mit der altbekannten Nikon F100 und öfter mal dem Weitwinkel Nikkor 24mm f/2,8. Film in jedem Fall der Agfa APX 400. Neu dabei: Hochformat. Ich komme sehr selten auf die Idee im Hochformat zu fotografieren. Das entspricht einfach viel seltener dem Blick auf die Dinge. Oder liegt es an den omnipräsenten Bildschirmen, die fast ausschließlich das Querformat kennen? Stimmt ja gar nicht unbedingt, wenn man sich Instagram und Co. anschaut. Wie sind eure Erfahrungen? Vielleicht übe ich in Zukunft mal bewusst mehr Hochformat.

So viel Winter war lange nicht

Die winterliche Stadt- und Landschaft musste auch ich mit analoger Kamera festhalten, Betreten des Eises auf dem Aasee inklusive. Nikon F100 mit 24mm bzw. meist 50mm Objektiv und Agfa APX 400 oder Rollei RPX 400. Die sonst bei Kälte sehr schnell leer geschlürften Batterien (6xAA) des F100 Handgriffs haben tapfer und bis heute durchgehalten.

Teckeln in Tecklenburg

Es ist ja mal ein gutes, dass sich das Hobby der analogen Fotografie mit Familienwanderungen verträgt. Kurz nach dem Jahreswechsel im Tecklenburger Land, um genau zu sein: auf dem Hexenpfad. Keine Überraschung: Nikon F100 geladen mit Rollei RPX 400. Ich würde gerne mal wieder eine Serie wie die der Hochsitze anfertigen. Ich warte auf Inspiration.

Alte Farbe

Ganz weit hinten im Kühlschrank lag noch ein alter Farbfilm. Kodak VR 400, im Jahr 2000 „abgelaufen“. Nichts zu verlieren bei dem Versuch, auch mal wieder farbig zu belichten. Mehrere Gänge durch die Stadt mit der Nikon F100 und dem 50mm f/1.8. Dieses Mal habe ich bei Cewe nicht nur um die Entwicklung des Films gebeten, sondern die kleinsten Abzüge mitbestellt – kostet ja kaum etwas. Das hat mir erneut deutlich gezeigt, wie unterirdisch mein CanoScan 9000f Farbfilme scannt – bzw. wie falsch die Einstellungen zu sein scheinen, welche ich aber nicht korrigiert bekomme. Deutliches Farbrauschen, Farben muss ich später korrigieren und dennoch ist es kaum möglich das weiche und zurückgenommene der Abzüge zu erreichen. Frustrierend. Tut ein neuer/anderer Scanner Not? Was schafft Abhilfe?