Nikon FM3a

Die Nikon FM3a ist die letzte Kamera aus der FM/FE-Serie. Zwischen 2001 und 2006 wurden nur ca. 90000 chromfarbenen und schwarze Exemplare gebaut. Sie ist die letzte rein mechanisch funktionierende, manuell Fokus Kleinbildspiegelreflex von Nikon.

Verschluß

Die FM3a besitzt wie die FM[2], einen rein mechanisch funktionierenden Verschluß. Zusätzlich wird der Verschluß, bei der Verwendung der Zeitautomatik, elektronisch gesteuert, wie bei den FEs. Die mechanischen Verschlußzeiten reichen von 1/4000 bis zu einer Sekunden. Die Zeitautomatik hält den Verschluß bis zu 8 Sekunden geöffnet.
Ich habe es selbst nicht ausprobieren können: Angeblich soll diese Kamera auch bei 40°C unter Null problemlos, mechanisch funktionieren.

Sucher

Der Sucher zeigt 93% dessen an, was auf den Film kommt. Er ist sehr hell. Die standard Einstellscheibe (K3) ist für Objektive mit einer max. Lichtstärke von 1:2.0 optimiert. Sie hat einen Schnittbildindikator und einen Mikroprismenring. Die Einstellscheibe ist auswechselbar.
Die Belichtungsanzeige erfolgt über eine Verschlußzeitenskala und zwei Zeiger, die für die korrekte Belichtung zur Deckung gebracht werden müssen.
Einen Nachteil hat der Sucher. Bei Dunkelheit sind die Verschlußzeitenskala und die eingespiegelte Blende schwer abzulesen.
Ansonsten habe ich noch durch keinen besseren Sucher blicken dürfen.

Belichtungsmessung

Die Belichtungsmessung erfolg, wie nicht anders zu erwarten, bei offener Blende durch das Objektiv. Gemessen wird über das gesamte Bildfeld, wobei der Kreis in der Suchermitte mit 60% und der Rest mit 40% gewichtet werden.
Ebenfalls durchs Objektiv wird die Belichtung auch bei Blitzlicht gemessen. Links am Spiegelkasten befindet sich ein kleiner Knopf. Wird der, währende der Auslösung gedrückt, wird das Blitzlicht um eine Blende reduziert. Das ist sehr praktisch für Aufhellblitze.

Batterie

Die FM3a benötigt entweder zwei SR44 oder LR44. Oder eine CR-1/3N.
Die Knopfzellen gibt es im Drogeriemarkt zu kaufen.

Handling

Alle Bedinelement befinden sich dort wo man sie erwartet. Das Verschlußzeitenrad ist so griffig, das es mit einem Finger bedient werden kann. Etwas nervig ist die automatische Verrieglung bei A / Zeitautomatik.
Für große Hände kann die FM3a etwas zu klein sein. Mir hilft der Motor MD-12.
Mit knapp 600g Gewicht ist die Kamera sehr handlich.
Der Spiegelschlag ist hervorragend gedämpft.

Objektive

An der FM3a können alle Ai umgebaut, Ai, Ai-S, F3AF, AF, AF-I, AF-S, Serie E und Ai-P verwendet werden. G-Typen, die ohne Blendenring, können nur bei kleinster Blende verwendet werden.
Objektive, die es erfordern den Spiegel zum ansetzen des Objektivs hochzuklappen, können nicht verwendet werden.

Preise

Gebraucht wird die FM3a, je nach Zustand und Farbe, die schwarzen sind teurer, zwischen 350€ und 700€ gehandelt. Neuwertige schwarze Exemplare gehen auch schon mal für 1000€s auf die Post.

Fazit

Zusammengefasst, eine robuste, mechanische, ergonomische, handliche, leichte, analoge Spiegelreflex, mit einem hervorragendem Sucher und Elektronik nur da wo sie Sinn macht, ohne das man vom Strom abhängig ist.
Wenn man ein paar Euros mehr für eine Kleinbildspiegelreflex ausgeben kann und will, ist die FM3a meine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Industar 50-2 50mm f:3.5,
Nikon D700

Will man nicht ganz so viel Geld ausgeben und ist nicht damit überfordert eine Ersatzbatterie mitzuschleppen, wäre die Nikon FE2 eine sehr gute und preiswerte Alternative.

 

 

Gebrauchsanweisung von der Nikon-Seite
Im Nikon Camera Chronicle

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